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Jede Krankheit stellt die Tragfähigkeit von Beziehungen auf die Probe. Abhängigkeitserkrankungen tun dies auf besondere Weise. Betreffen sie doch den «Willen» und das Beziehungsverhalten unmittelbar. Rund 500 000 Menschen in der Schweiz erfahren dies direkt als Angehörige von Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung. Die Sorge, die eigenen Kinder damit zu belasten, ist real. Derzeit betrifft dies 100 000 Kinder in der Schweiz. Sie weisen ein sechsmal höheres Risiko auf, psychisch krank zu werden. Zugleich ist die Liebe zu den eigenen Kindern eine gewaltige Kraft, die potentiell diese transgenerationale Kette sprengen kann. Bei Ärger mit unseren Partnerinnen und Partnern liegt der Griff zur Droge nahe. Mit dem Konsum ist der nächste Ärger vorprogrammiert. Dieser Kreislauf kann sich zum zerstörenden Strudel entwickeln. Die Gesundheitskosten von Partnerinnen und Partnern steigen jeweils in den Konsumphasen der Abhängigen, was das Ausmass der Belastung zeigt. Gelingt es, die emotionalen Wunden zu heilen und den Kreislauf aus Ärger und Schuld durch gegenseitige Fürsorge zu ersetzen, kann die Beziehung wieder Halt geben und die Resilienz von beiden wird gestärkt.

An der atf-Tagung stehen die Angehörigen für einmal im Fokus. Es geht um ihr Leid, ihren Anspruch auf Unterstützung und um ihre Zuneigung unseren Klientinnen und Klienten gegenüber.

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