«In meiner beruflichen Laufbahn habe ich mich immer als Klinischer Sozialarbeiter verstanden – auch wenn ich kein spezialisierendes Fachmasterstudium, sondern einen generalistischen Master absolviert habe. Lange war mir nicht bewusst, dass eine Zertifizierung als Klinischer Sozialarbeiter durch das ECCSW auch ohne Fachmaster möglich ist. Hierfür müssen jedoch spezifische klinisch-sozialarbeiterische Wissensbestände und Handlungskompetenzen im Laufe des individuellen Berufs- und Qualifikationsweges erworben und nachgewiesen werden. Um welche Kompetenzen es sich handelt, kann auf der Website unter «Level B – bei abweichendem Abschluss» nachgelesen werden. Als ich auf diese Option aufmerksam gemacht wurde, war mein Interesse sofort geweckt. Der Zertifizierungsprozess bot mir die Gelegenheit, mich vertieft mit meinem beruflichen Selbstverständnis und der Klinischen Sozialen Arbeit auseinanderzusetzen. Dieser Reflexionsprozess hat meine professionelle Identität geschärft und meine Rolle als Klinischer Sozialarbeiter klarer definiert. Die ECCSW-Zertifizierung macht meine Spezialisierung nach aussen sichtbar – für Arbeitgebende, Kooperationspartner und Klient:innen – und stärkt zugleich die Anerkennung der Klinischen Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen. Der Prozess war unkompliziert, praxisnah und kostengünstig. Gerade für Fachpersonen, die ihre Kompetenz in Beratung und psychosozialer Behandlung belegen möchten, stellt die Zertifizierung eine wertvolle Chance dar. Die abgestuften Levels ermöglichen eine differenzierte Anerkennung von Berufserfahrung, Qualifikation und wissenschaftlicher Tätigkeit. Damit leistet die Zertifizierung einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung und Weiterentwicklung der Klinischen Sozialen Arbeit.»
Tom Friedli, SAGES-Co-Präsident